Fragen Sie die Kinder ob die folgenden 10 Aussagen richtig oder falsch sind.
Frage 1/15
Skifahren in den Wildruhezonen ist verboten.
Antwort: Richtig
Wildruhezonen schĂŒtzen wildlebende SĂ€ugetiere und Vögel vor ĂŒbermĂ€ssiger Ruhestörung, die durch menschliche FreizeitaktivitĂ€ten verursacht werden.
Frage 2/15
Ein Tier kann problemlos flĂŒchten, wenn es in einer Tiefschneezone gestört wird.
Antwort: Falsch
FĂŒr Tiere ist es sehr schwer, zu flĂŒchten, wenn sie in einer Tiefschneezone gestört werden. Die Flucht verursacht einen grossen Energieverbrauch, dies in der Winterzeit, in der sowieso weniger Zeit fĂŒr die Nahrungssuche bleibt.
Frage 3/15
UnĂŒbliche, unmarkierte Wege gehen, stört die Wildtiere.
Antwort: Richtig
Wildtiere sind es gewohnt, Menschen entlang von ausgewiesenen Wegen anzutreffen. Dies ist bei unmarkierten Wegen nicht der Fall.
Frage 4/15
Vor dem Wandern braucht die Route nicht geplant zu werden.
Antwort: Falsch
Es ist wichtig, sich vorher mit den Ărtlichkeiten vertraut zu machen, um nicht von den beschilderten Wegen abzukommen. Es ist auch wichtig, zu wissen, wenn man eine Wildzone betritt. Die Wildruhezonen mĂŒssen respektiert werden.
Frage 5/15
Wildtiere, die im Winter gestört werden, haben im FrĂŒhling weniger Nachwuchs.
Antwort: Richtig
Die Störung stresst das Wildtier und treibt es in die Flucht. Dadurch verbraucht es viel Energie. Passiert dies wĂ€hrend der Winterzeit, wo den Tieren sowieso weniger Zeit fĂŒr das Fressen bleibt, kann dies zu weniger Nachwuchs oder gar zum Tod fĂŒhren.
Frage 6/15
Wenn man einem Wildtier begegnet, muss man schneller gehen.
Antwort: Falsch
Man muss anhalten, das Tier aus sicherem Abstand beobachten, keinen LĂ€rm machen und ihm genĂŒgend Zeit lassen, um langsam wegzugehen.
Frage 7/15
Wildtiere sind vor allem im Morgengrauen und bei der AbenddÀmmerung aktiv.
Antwort: Richtig
WÀhrend dieser Zeit sind sie auf Nahrungssuche. Deshalb ist es zu diesen Tageszeiten noch wichtiger, sie nicht zu stören.
Frage 8/15
Auf einer Bergtour brauche ich meinen Hund nicht an der Leine zu fĂŒhren.
Antwort: Falsch
Hunde sind von Natur aus JĂ€ger und können unvermittelt ein Wildtier verfolgen. Dies verursacht unnötigen Stress und kann gar zum Tod fĂŒhren.
Frage 9/15
Nur die Skifahrer mĂŒssen die Wildruhezonen beachten.
Antwort: Falsch
Es gilt auch fĂŒr das Schneeschuhlaufen, das Bergwandern und alle anderen Wintersportarten.
Frage 10/15
FĂŒr Wildtiere wie GĂ€mse, Steinböcke und Hirsche ist es bei tiefem Schnee schwieriger sich zu verstecken.
Antwort: Richtig
Je tiefer der Schnee, desto mĂŒhsamer die Fortbewegung fĂŒr die Tiere, weshalb sie sich in Gebieten mit wenig Schnee oder in WĂ€ldern aufhalten. Darum muss besonders an sie gedacht werden, wenn man sich in WĂ€ldern und auf aperen FlĂ€chen aufhĂ€lt.
Frage 11/15
In den Bergen ist es verboten, bestimmte Blumen zu pflĂŒcken.
Antwort: Richtig
Einige seltene oder bedrohte Blumen stehen unter gesetzlichem Schutz. Es ist verboten, sie zu pflĂŒcken. Dies betrifft insbesondere die Gelben Enziane oder die berĂŒhmten Edelweiss. Wer sie pflĂŒckt, riskiert eine Geldstrafe.
Frage 12/15
Mit der KlimaerwÀrmung wird es in den Bergen weniger BÀume geben.
Antwort: Falsch
Falsch, je wĂ€rmer es wird, desto höher können BĂ€ume wachsen. Zum Wachsen benötigen sie mehrere Monate mit Temperaturen ĂŒber 5 °C â das ist die Zeit, in der sie wachsen können. In den Bergen wird diese Periode jedoch immer kĂŒrzer, je höher man steigt, sodass BĂ€ume ab einer gewissen Höhe nicht mehr wachsen können.
Frage 13/15
Abseits der Wege zu laufen kann verhindern, dass die Vegetation wÀchst.
Antwort: Richtig
Wenn Hunderte von Wandernden den Boden betreten, wird er zertrampelt und die Pflanzen werden beschÀdigt, sodass sie nicht mehr nachwachsen können.
Frage 14/15
In den Bergen sind die BĂ€ume nicht dieselben wie im Flachland.
Antwort: Richtig
Im Flachland findet man WÀlder mit LaubbÀumen, wie zum Beispiel Buchen. In den Bergen hingegen gibt es NadelwÀlder, also BÀume mit Nadeln (wie die Tanne), die besser an die Höhenbedingungen wie KÀlte angepasst sind.
Im Winter kann man am Berg gegenĂŒber gut die Grenze zwischen beiden Waldtypen erkennen: Der Wald im Flachland hat keine BlĂ€tter mehr, wĂ€hrend die NadelbĂ€ume in den Bergen ihre Nadeln behalten.
Frage 15/15
Mit der KlimaerwÀrmung leben die Murmeltiere in höheren Lagen.
Antwort: Richtig
Murmeltiere leiden unter der Hitze. Wenn die Temperatur 25 °C ĂŒbersteigt, ziehen sie sich in ihre Höhlen zurĂŒck und fressen dadurch nicht, was bedeutet, dass sie keine Fettreserven fĂŒr den Winter anlegen können â das kann fĂŒr sie tödlich sein. Eine Studie im Kanton GraubĂŒnden hat gezeigt, dass Murmeltiere heute im Durchschnitt 86 Meter höher leben als vor 40 Jahren. Zudem bedroht das VorrĂŒcken der WĂ€lder ihren Lebensraum. Ab einer bestimmten Höhe ist der Boden nicht mehr geeignet, um Höhlen zu graben.
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Schlussfolgerung
Respek Tiere deine Grenzen
Der Winter ist eine harte Zeit fĂŒr die Tiere. Die Temperaturen sind niedrig, die Nahrung ist rar, die Anstrengung fĂŒr die Nahrungssuche gross und die kurzen Tage bieten wenig Gelegenheit fĂŒr die Nahrungsaufnahme.
Jede Tierart versucht, Energie zu sparen, und zehrt an den Reserven, um zu ĂŒberleben. Die menschlichen AktivitĂ€ten machen diese Aufgabe noch komplizierter, da sie den natĂŒrlichen Lebensraum einschrĂ€nken (Bau von Chalets, Seilbahnen, Skipisten in Waldgebieten).
Wildruhezonen und Wildschutzgebiete wurden eingefĂŒhrt, um SĂ€ugetiere und Vögel vor den FreizeitaktivitĂ€ten des Menschen zu schĂŒtzen.