Wasser ist lebenswichtig, doch diese Ressource, die wir oft fĂŒr selbstverstĂ€ndlich halten, ist verletzlich. Auch in der Schweiz zeigen DĂŒrren, das Schmelzen der Gletscher und verschiedene Formen der Verschmutzung, dass Wasser nicht unbegrenzt verfĂŒgbar ist. Selbst klares Wasser kann unsichtbare, aber gefĂ€hrliche Stoffe enthalten: Mikroplastik, chemische RĂŒckstĂ€nde oder Schadstoffe aus Haushalts- und Industrieprodukten.
Wenn der Schnee schmilzt, gelangen zurĂŒckgelassene AbfĂ€lle aus den Bergen in BĂ€che, FlĂŒsse, Seen und weiter bis in die Ozeane. Diese Verschmutzungen schaden den Ăkosystemen, der Tierwelt â und auch unserer eigenen Gesundheit.
Wasser zu schĂŒtzen bedeutet, das Leben zu schĂŒtzen.
Frage 1/14
In der Schweiz besteht kein Risiko fĂŒr Trockenheit.
Antwort: Falsch
In den letzten Jahren wurden in der Schweiz erhebliche DĂŒrren festgestellt. Und der Klimawandel erhöht dieses Risiko zusĂ€tzlich. Im Sommer regnet es seltener, und die stĂ€rkere Hitze verstĂ€rkt die Verdunstung. Das Schmelzen der Gletscher könnte den Niederschlagsmangel in naher Zukunft teilweise ausgleichen, doch bis 2050 werden die Gletscher zu stark geschrumpft sein, um genĂŒgend Wasser zu liefern.
Die Folgen von DĂŒrren sind zahlreich: geringere landwirtschaftliche Produktion, WaldbrĂ€nde, Wassermangel fĂŒr Stauseen, zu niedrige PegelstĂ€nde der FlĂŒsse fĂŒr die Schifffahrt, stĂ€rker verschmutzte GewĂ€sser aufgrund geringerer VerdĂŒnnung von Schadstoffen und lokal sogar EngpĂ€sse in der Wasserversorgung.
Frage 2/14
Im FrĂŒhling fĂŒhrt die Schneeschmelze dazu, dass liegen gelassener Abfall in BĂ€che, FlĂŒsse und Seen gelangt.
Antwort: Richtig
Im FrĂŒhling schmilzt der Schnee in den Bergen und nimmt alles mit, was wĂ€hrend des Winters liegen gelassen wurde: Verpackungen, Dosen, Zigarettenstummel und PET-Flaschen. Dieser Abfall gelangt anschliessend in BĂ€che, FlĂŒsse und Seen und wird weiter bis in die Ozeane transportiert.
Viele AbfĂ€lle sind nicht biologisch abbaubar; sie verbleiben jahrhundertelang im Wasser und geben Schadstoffe frei, die das aquatische Leben und die QualitĂ€t des Trinkwassers gefĂ€hrden. Deshalb sollte man nichts in der Natur zurĂŒcklassen!
Frage 3/14
Wenn man beim ZĂ€hneputzen den Wasserhahn zudreht, spart man pro Putzvorgang mehr als 10 Liter Wasser.
Antwort: Richtig
Ein Wasserhahn kann bis zu 5 Liter Wasser pro Minute verbrauchen. Das ZĂ€hneputzen dauert zwischen 2 und 3 Minuten. Daher: 5 Ă 2 = 10 Liter.
Frage 4/14
FĂŒr die Herstellung von 1 mÂł Kunstschnee mit Schneekanonen werden 100 Liter Wasser benötigt.
Antwort: Falsch
Um 1 mÂł Kunstschnee zu produzieren, werden 500 Liter Wasser benötigt. Dieses Wasser wird aus FlĂŒssen, BĂ€chen und Bergseen entnommen. Zwar kehrt es beim Schmelzen des Schnees in den natĂŒrlichen Kreislauf zurĂŒck, doch kann es vorĂŒbergehend fĂŒr das Funktionieren der Ăkosysteme fehlen. Zudem verbrauchen Schneekanonen viel Strom.
Frage 5/14
SĂŒsswasser macht weniger als 3 % des gesamten Wassers auf der Erde aus.
Antwort: Richtig
Auf der Erde sind 97,5 % des Wassers salzig. Es gibt also nur 2,5 % SĂŒsswasser. Zudem ist der grösste Teil des SĂŒsswassers entweder gefroren (Gletscher, Eisschilde usw.) oder befindet sich im Untergrund. Nur 1 % des SĂŒsswassers ist flĂŒssig und an der OberflĂ€che verfĂŒgbar.
Frage 6/14
Reinigungs- und Kosmetikprodukte können GewÀsser verschmutzen.
Antwort: Richtig
Viele Produkte, die wir zu Hause verwenden â wie Reinigungsmittel, Waschmittel, Shampoos oder Cremes â enthalten chemische und nicht biologisch abbaubare Stoffe. Nach der Nutzung gelangen sie ĂŒber die Abwasserleitungen in die KlĂ€ranlagen. Doch diese können nicht alles herausfiltern: Einige Substanzen passieren die Reinigung und gelangen in FlĂŒsse und Seen.
Diese Stoffe können fĂŒr Fische und andere Wasserlebewesen schĂ€dlich sein und die WasserqualitĂ€t beeintrĂ€chtigen. Um diese Verschmutzung zu reduzieren, sollte man möglichst ökologische und biologisch abbaubare Produkte verwenden und deren Einsatz auf das Nötige beschrĂ€nken.
Frage 7/14
Verschmutztes Wasser ist schlecht fĂŒr unsere Gesundheit.
Antwort: Richtig
Verschmutztes Wasser kann Keime, Schwermetalle oder gefĂ€hrliche chemische Stoffe enthalten. Durch Trinken, Baden oder den Verzehr von Lebensmitteln, die durch solches Wasser verunreinigt wurden (vor allem Fische, aber auch GemĂŒse oder FrĂŒchte, die damit bewĂ€ssert wurden), gelangen diese Stoffe in unseren Körper.
Verunreinigtes Wasser kann Infektionskrankheiten oder Verdauungsprobleme wie Magen-Darm-Erkrankungen auslösen. Langfristig kann der regelmÀssige Konsum von verschmutztem Wasser zu Krebs, hormonellen Störungen oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen beitragen.
Frage 8/14
Wasser dient auch zur Energieerzeugung.
Antwort: Richtig
Ja, mit StaudĂ€mmen. In der Schweiz wird mehr als die HĂ€lfte des Stroms mit Wasser erzeugt. Doch diese Nutzung des Wassers kann mit dem Bedarf der Landwirtschaft in Konkurrenz stehen. Zudem können StaudĂ€mme das Leben in den FlĂŒssen beeintrĂ€chtigen, da sie den Wasserstand senken, indem sie Wasser zurĂŒckhalten.
Frage 9/14
Klares Wasser ist nie verschmutzt.
Antwort: Falsch
Klares Wasser ist nicht unbedingt gesund. Auch wenn es rein aussieht, kann es unsichtbare Stoffe enthalten, wie Bakterien, Schwermetalle, Mikroplastik oder andere Mikroschadstoffe (z. B. PFAS). Auch wenn diese Verschmutzung unsichtbar ist, kann sie fĂŒr Tiere und Menschen gefĂ€hrlich sein.
Frage 10/14
Alle Menschen haben einen einfachen Zugang zu Trinkwasser.
Antwort: Falsch
Weltweit hat jeder vierte Mensch keinen direkten Zugang zu sauberem, kontrolliertem Trinkwasser â das betrifft 2,1 Milliarden Menschen. Viele mĂŒssen mehrere Kilometer zurĂŒcklegen, um an Trinkwasser zu gelangen.
Frage 11/14
KlÀranlagen filtern alle Schadstoffe.
Antwort: Falsch
KlĂ€ranlagen sind entscheidend, um Abwasser zu reinigen, bevor es in FlĂŒsse und Seen gelangt. Aber sie können nicht alle Stoffe herausfiltern: Einige Substanzen wie Medikamente, Pestizide oder Mikroplastik werden nicht vollstĂ€ndig entfernt. RĂŒckstĂ€nde dieser Stoffe gelangen letztlich in FlĂŒsse und Seen.
Frage 12/14
FĂŒr die Herstellung eines Baumwoll-T-Shirts werden 2'700 Liter Wasser benötigt.
Antwort: Richtig
FĂŒr die Herstellung eines Baumwoll-T-Shirts werden 2'700 Liter Wasser benötigt â etwa so viel, wie ein Erwachsener in 2,5 Jahren trinkt. Dieses Wasser wird hauptsĂ€chlich fĂŒr den Anbau der Baumwolle benötigt, einer Pflanze mit sehr hohem Wasserbedarf.
Frage 13/14
Die Textilindustrie ist fĂŒr 20 % des weltweit anfallenden Abwassers verantwortlich.
Antwort: Richtig
Die Textilindustrie ist fĂŒr etwa 20 % des weltweit anfallenden Abwassers verantwortlich â oft ohne wirksame Reinigung. Farbstoffe, Lösungsmittel und andere Chemikalien, die bei der Herstellung und FĂ€rbung unserer Kleidung eingesetzt werden, verunreinigen FlĂŒsse und Grundwasser. Diese Verschmutzung ist schĂ€dlich fĂŒr Tiere und die menschliche Gesundheit, besonders in Regionen, in denen dieses Wasser direkt fĂŒr den Konsum oder die Landwirtschaft genutzt wird.
Frage 14/14
Synthetische Kleidung ist eine wichtige Quelle der Meeresverschmutzung.
Antwort: Richtig
Sie bestehen aus Kunststofffasern. Beim Waschen lösen sich diese Fasern und gelangen ins Abwasser. Nicht alle werden herausgefiltert und gelangen so in FlĂŒsse, Seen und Ozeane. Man schĂ€tzt, dass synthetische Fasern 35 % des Mikroplastiks in den Ozeanen ausmachen.
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Schlussfolgerung
Wasser ist lebenswichtig â fĂŒr das Funktionieren der Ăkosysteme wie auch fĂŒr das menschliche Zusammenleben. In der Schweiz glauben wir oft, ĂŒber unbegrenzte Wasserreserven zu verfĂŒgen, mit unseren Seen, FlĂŒssen und Gletschern. Doch auch unser Land ist von DĂŒrren betroffen. ĂbermĂ€ssiger Verbrauch und Wasserverschmutzung, verursacht durch Industrie oder durch unser eigenes Verhalten, gefĂ€hrden diese Ressource. Der Klimawandel verschĂ€rft die Situation zusĂ€tzlich, da er das Risiko von Trockenheit erhöht und die Gletscher zum Schmelzen bringt.